Oleh: sumadiklaten | 15 November 2008

Schüler wollen bessere Bildung

Frankfurt. Tausende Schüler haben gestern in mehreren hessischen Städten den Unterricht boykottiert und friedlich für bessere Schulen demonstriert. Von insgesamt etwa 10 000 Teilnehmern sprach die Landesschülervertretung, die Polizei ging von gut 7000 aus. Die Jugendlichen forderten kostenlose Bildung für alle, die Abschaffung der Schulzeitverkürzung an Gymnasien (G8) und des dreigliedrigen Schulsystems. Sie traten lautstark auch für kleinere Klassen und mehr Lehrer ein. Die Aktionen in Frankfurt, Kassel, Gießen, Bad Wildungen, Frankenberg, Bad Hersfeld und Oberursel waren Teil eines “Bundesweiten Schulstreiks”.

Die Bildungsgewerkschaft GEW Hessen, SPD und Grüne unterstützten den Boykott. Kultusminister Jürgen Banzer (CDU) kritisierte ihn dagegen, unterstrich zugleich aber seine Bereitschaft zum Dialog. Die Landeselternbeiratsvorsitzende Kerstin Geis lobte, “dass sich die Schüler für ihr Anliegen zu Wort melden”.

In Kassel zogen mehr als 2500 Schüler nach Polizeiangaben durch die Innenstadt. “Dabei wehren wir uns gegen das marode Bildungssystem und fordern unter anderem beschränkte Schülerzahlen pro Klasse und eine Lehrmittelfreiheit, die ihren Namen verdient”, sagte Organisator David Rebelberger von der Elisabeth-Knipping-Schule.

Rund 1500 Schüler aus Frankfurt, Offenbach und Darmstadt waren nach Polizeiangaben in drei Demonstrationszügen in Frankfurt unterwegs. “Chancengleichheit in der Bildung – Schule für alle”, war auf Plakaten zu lesen. “Die Politiker sollen sich mehr für die Haupt-und Realschüler einsetzen und nicht nur auf die Elite gucken. Sie sollen mehr Gelder für die Bildung bereitstellen”, forderte etwa die Frankfurter Gymnasiastin Meike Kreuter.

Viele Schulleiter und die Schülervertretung der Stadt Frankfurt sahen die Proteste hingegen kritisch. “Es gibt Schüler, die die ganze Sache ernsthaft betreiben”, sagte der Direktor des Frankenberger Edertalgymnasiums, Winfried Deichsel. “Manche aber betrachten den Unterrichtsausfall nur als eine Art Happening.” Man könne aber nicht Bildung verbessern “indem man sie boykottiert”. Ein Ärgernis sei ihm das Wort Streik, sagte der Schulleiter der Frankenberger Ortenbergschule, Erhard Wagner: “Man hätte eher einen Aktionstag für Bildung organisieren sollen.” An einigen Schulen wurde den Schülern nach Darstellung von Landesschulsprecherin Katharina Horn die Teilnahme an Boykott und Protestaktionen untersagt.

Der geschäftsführende Kultusminister Banzer betonte, er nehme die Sorgen und Nöte der Schüler ernst und werde das Gespräch mit den Schülervertretern fortsetzen. Es sei aber hoch problematisch, den Protest während des Schulvormittags abzuhalten. Damit provoziere der Veranstalter, dass die Teilnehmer gegen die Schulpflicht verstoßen. Der SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel betonte dagegen: “Die Schülerinnen und Schüler haben ein Recht auf gute Bildung für alle.” lhe

Südhessen Morgen
13. November 2008


Tinggalkan Balasan

Isikan data di bawah atau klik salah satu ikon untuk log in:

Logo WordPress.com

You are commenting using your WordPress.com account. Logout / Ubah )

Gambar Twitter

You are commenting using your Twitter account. Logout / Ubah )

Foto Facebook

You are commenting using your Facebook account. Logout / Ubah )

Foto Google+

You are commenting using your Google+ account. Logout / Ubah )

Connecting to %s

Kategori

%d blogger menyukai ini: